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Das Augustusforum: virtuelle Rekonstruktion mit Panasonic

Mitten im archäologischen Rom ist seit Kurzem eine einzigartige Lichtinstallation zu sehen, die durch perfekt synchronisierte Projektionen mit 33 Panasonic-Projektoren eines der ehemals prächtigen Kaiserforen nachbildet.

Die Monumente einer 2000 Jahre alten archäologischen Stätte mit technischen Mitteln wieder zum Leben zu erwecken, stellt zweifellos ein beachtenswertes, jedoch ebenso schwieriges und komplexes Unternehmen dar. Für das Augustusforum, eines der historisch bewegendsten Kaiserforen Roms, wurde es jetzt Realität: Eine visuelle Lichtrekonstruktion des Forums versetzt den Betrachter weit zurück in eine vergangene Epoche, die Ruinen werden lebendig und erstrahlen wieder im Glanz des antiken Rom. Verantwortlich für das Projekt waren zwei namhafte Wissenschaftler, der Physiker Paco Lanciano und der bekannte Wissenschaftsjournalist und TV-Moderator Piero Angela. Die Förderung übernahm das Kulturreferat der Stadt Rom und die Produktion lag beim städtischen Kulturunternehmen Zètema Progetto Cultura.

Anlass des komplexen, von zahlreichen Experten für Archäologie, Physik, Computerwissenschaft und AV-Technologie begleiteten Projekts mit dem Titel „Foro di Augusto 2000 anni doppo“ (Das Augustusforum 2000 Jahre später) waren die Feierlichkeiten zum Todestag von Kaiser Augustus (19. August 14 v. Chr.) vor 2000 Jahren. Realisiert wurde es mithilfe eines ausgeklügelten Videoprojektionssystems aus 33 Panasonic-Projektoren, das die seit über zwei Jahrtausenden verlorene historische Szenerie virtuell rekonstruiert und dabei mit hoher Präzision die Details und Farben der damaligen Zeit wieder aufleben lässt. Die Installation befindet sich in einem der antiken römischen Tempel an der Via dei Fori Imperiali und zeigt eindrucksvoll das Zusammenspiel perfekt aufeinander abgestimmter Projektoren. Die Bilder werden von einer komplexen Installation aus mehreren synchronisierten Videoprojektoren auf eine Fläche von über 300 Metern Länge projiziert – ein atemberaubendes Spektakel, dessen Kulisse eine Art riesiges Amphitheater bildet. Drei maßgeblich für das Projekt mitverantwortliche Experten standen Panasonic bei der Realisierung dieses Projekts zur Seite: Siro Volpato, Commercial Director für Mittelitalien beim AV-Distributor Adeo, Luca Altobelli, Gründer von HDVI, einem auf Support- und Planungsservices für IT-Infrastrukturen spezialisierten Computerlabor, sowie Marco Lucantonio, Executive Manager bei AV Set Produzioni.

„Als wir von dem Vorhaben erfuhren, war uns sofort klar – in diesem Projekt liegt für uns die große Herausforderung und Chance, eine Videopräsentation von internationaler Bedeutung zu realisieren“, erklärt Siro Volpato von Adeo. „Die Gesellschaft ist generell sehr interessiert an exklusiven Projekten dieser Art und auch wir selbst waren von den ersten Planungen an fasziniert von der Idee und der Aufgabe, eine optimale Lösung für das Projektziel zu entwickeln. Die zentrale Herausforderung lag hier vor allem in der Gerätetechnik, die für eine mehrere hundert Meter lange Projektionsfläche geeignet sein musste. Dank der schon in der Vergangenheit erfolgreichen Zusammenarbeit mit HDVI war es nicht schwierig, sich auf ein erstes Konzept für die Vorgehensweise zu einigen. Die sehr spezifischen Anforderungen verlangten von uns im ersten Schritt die Auswahl der geeigneten Videoprojektoren und die Einrichtung einer Demoinstallation, um über die Machbarkeit des Projekts entscheiden zu können.“

„Nach sorgfältiger Prüfung durch unser Expertenteam entschieden wir uns – angesichts der schwierigen Projektionsbedingungen und der dafür erforderlichen Anzahl Projektoren – bei der Wahl des Projektpartners für Panasonic. Da die Verhältnisse nicht mit einem konventionellen Großformatdisplay zu vergleichen waren und zudem die Distanz zum Projektionspunkt mehr als 40 Meter betrug, wurde schnell deutlich, dass nur Projektoren mit einer Helligkeit von mehr als 10.000 ANSI-Lumen infrage kamen. Des Weiteren sollte für die erwähnte Demoinstallation die Leistung zweier Gerätetypen verglichen werden. Beim ersten Test projizierten wir ein und dasselbe Bild jeweils parallel auf LCD- und DLP-Videoprojektoren. Auf Basis der Testergebnisse und verschiedener Variablen wählten wir schließlich LCD als geeigneten Gerätetyp aus. Für größere Bilder sollte die neue PT-EX16KE Serie von Panasonic zum Einsatz kommen, für Details die PT-VX500 Serie. Helligkeit, Auflösung und Kosten der Projektoren entsprachen genau den operativen Anforderungen und dem Budgetrahmen. Trotz Verfügbarkeit hellerer Modelle gleicher Spezifikation verwendeten wir für den ersten Test zunächst eine Helligkeit von 13.000 ANSI-Lumen, wählten jedoch für das Gesamtprojekt letztlich eine höhere Lumenzahl. Die Gerätedemonstration fand im Beisein aller Projektverantwortlichen und Beteiligten statt – von Paco Lanciano bis hin zu Vertretern der Stadt Rom. Sie zeigte, dass wir für die Testphase die richtige Produktwahl getroffen hatten.“

„Sobald der Gerätetyp feststand, gingen wir zur Transportphase über, die uns vor eine besonders schwierige Aufgabe stellte“, so Volpato. „Diese bestand darin, die gesamte Hightech-Ausrüstung innerhalb begrenzter Zeit in das für den Verkehr gesperrte Areal der römischen Foren zu transportieren, in dem keine Sattelzüge zugelassen sind. Hierfür galt es, die hochempfindlichen Geräte – kleine und große Projektoren einschließlich Optik und Zubehör – mit einer Sondergenehmigung auf ein zugangsbeschränktes Gelände zu verbringen. Wir mussten also ein Fahrzeug mit der richtigen Größe für die komplette Ausrüstung finden, ohne dabei die geltenden Vorgaben für die Befahrung der archäologischen Stätte zu überschreiten.“

Zum weiteren Projektablauf schildert Luca Altobelli: „Mein Kollege Francesco Antoniello und ich entwickelten für das Projekt ein Konzept namens REMU (Regia Multimediale), bei dem Netzwerkkabel für das Management der auf mehrere Standorte verteilten Audio-, Video- und Lichtsysteme eingesetzt werden. Eine Art großer Videorekorder sollte uns ermöglichen, alle für eine Filmpräsentation erforderlichen Funktionen von der Start- bis zur Stoppfunktion mit nur wenigen Arbeitsschritten zu steuern. 

„Videoprojektoren dieser hohen Leistungsklasse, Helligkeit und Auflösung erfordern absolute Präzision bei der Positionierung und müssen auf den Millimeter genau synchronisiert werden. Ich bin durch meine berufliche Tätigkeit zwar mit solchen Aufgaben vertraut, beim Thema Rahmensynchronisierung stellte mich unser Videoprojekt in den römischen Foren jedoch vor neue Herausforderungen. Bis in die Projektionsphase hinein arbeiteten wir akribisch an der präzisen Synchronisierung und Rekalibrierung der Bilder für jedes einzelne Gerät. Dies erforderte einen wiederholten Einsatz der Software, um für jede einzelne Sekunde des 45-minütigen Films absolute Perfektion zu erzielen. Eine Aufgabe vergleichbar mit der eines Dirigenten, der bei einem bedeutenden Konzert für perfekte Abstimmung seines 33-köpfigen Orchesters sorgen muss. Eine Sequenz der Show beispielsweise zeigt einen Schwarm Zugvögel, der von rechts nach links auf einer Länge von mehr als 300 Metern über die Projektionsfläche fliegt. Hier gelang uns eine fließende Darstellung ohne Lücken oder Überlappungen zwischen den Bildern der einzelnen Projektoren. Diese Szene gehörte auch zu den Referenzquellen für die Synchronisierung der 33 Panasonic-Projektoren. Ziel war es, durch Kalibrierung des Systems für diese Szene die synchrone Bildsteuerung für die gesamte Dauer des Films sicherzustellen. Hierzu verwendeten wir aktive und passive Steuerungen, sodass die Timecodes des gesamten Films und jeder einzelnen Projektion sowohl in der Startphase als auch während der Laufzeit durch einen lokalen Server gesteuert werden konnten. 

So erreichten wir eine durchgehende Synchronisierung der 33 Projektoren nach einem festgelegten Ablauf mit sofortigem Ausgleich jeder kleinsten Verzögerung bis in den Millisekundenbereich hinein. Die Videoprojektoren von Panasonic zeichneten sich hier durch hervorragende Ansprache aus. Ebenso erwähnenswert ist natürlich, dass wir es mit einer Projektionsfläche aus historischem Mauerwerk mit unregelmäßiger Oberfläche zu tun hatten, also nicht vergleichbar mit regulären Videodisplays.“

„Nach Fertigstellung der Installation“, so Altobelli abschließend, „wurde in Gegenwart des Bürgermeisters von Rom und eines geladenen Publikums aus 18 Botschaftern und über 250 Diplomaten die erste Projektion gefahren. Diese und alle weiteren Vorführungen liefen seither fehlerfrei ab – mit drei 45-minütigen Shows pro Nacht für jeweils 200 Zuschauer. Für die Installation ist eine Laufzeit von drei Jahren vorgesehen.“